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Rezepte zur Weinherstellung

Hier das Rezept zur Saison-Eröffnung! Viel Spaß

 

 Sauerkirschwein

 

Einige "Hardware" ist dabei noch vonnöten, die Sie bei uns bestellen können:

Sie benötigen:

einen Weinballon
 Stopfen
Gährröhrchen
Weinheber
Flaschen und Korken zum befüllen

Sauerkirschen gehören mit zu den besten und wertvollsten Früchten für die Wein- und Saftbereitung. Neben ihrem Aromareichtum besitzen sie einen hohen Farbstoffgehalt, eine intensive Säure, die eine stärkere Verdünnung mit Zuckerwasser zuläßt, und - was vor allem medizinisch wichtig ist - einen hohen Mineralstoffgehalt (besonders Kalium und noch einige andere wichtige Substanzen).

Zur Weinbereitung eignen sich beinahe alle Sorten, insbesondere die säurereichen (über 16 g / l Säure) und farbkräftigen. In Verbindung damit können sogar die hellen (blassen) und säurearmen »Frühe-Ludwigs« verarbeitet werden. In der gewerblichen Süßmostbereitung dürfen letztere jedoch nicht verwendet werden.

 

Rezeptur für 10 l Weinansatz

etwa 7 kg Sauerkirschen (etwa 5l Saft)
2,5 kg Zucker
3,5 l Wasser
10 ml Kitzinger Antigel
5 Tabletten Kitzinger Hefenährsalz (4g)
1 Kultur Kitzinger Reinzuchthefe, Rasse Portwein/Burgund

Dank der hohen Säure, des hohen Saftanteils und des niedrigen Pektingehaltes dieser Früchte ist die Weinbereitung problemlos.

 

Für die Wein- und Saftbereitung werden die Früchte ohne Stiele gepflückt/abgestrüpft. Sie lassen sich leicht maischen und quetschen, kleine Mengen sogar mit den Händen, wobei man beide Hände mit den Früchten gegeneinanderdrückt (wegen möglichem Spritzen in einem Eimer oder Topf). Die Zerkleinerung ansonsten mit einer Walzenmühle durchführen, die jedoch so gestellt sein muß, daß wenig Steine (wegen der Blausäure) zerdrückt werden. Nach dem Quetschen muß die Maische mit Kitzinger Antigel versetzt werden, um die Pektinstoffe abzubauen. Die Maische (abgedeckt) läßt sich dann nach 5-10 Stunden leichter abpressen als ohne Standzeit. Es ist mit einer höheren Färb- und Saftausbeute zu rechnen. Der Preßrückstand (Trester) kann mit einem Teil des kalten Wassers nochmals kurz eingeweicht und nach weiteren 4-5 Stunden (zur besseren Herauslösung der Saftinhaltsstofte) abgepreßt werden.

Es läßt sich auch eine Maischegärung nach der Zugabe aller im Rezept aufgeführten Stoffe durchführen, wobei aus Sicherheitsgründen auf 10 l Ansatz 1 g Kaliumpvrosulfit - Schwefelpulver - zugesetzt werden sollte.

Es dürfen nur wenig Steine zerstört werden und keine Stiele in der Maische verbleiben. Das Abpressen erfolgt nach 5-8 Tagen.

Diese angegorene Maische ist meist farbintensiver als die süß abgepreßte Maische und läßt sich leichter abpressen. Da die gemaischten Früchte während der Gärung hochsteigen, muß täglich untergestoßen oder umgeschüttelt werden. Die Gärung fällt in die warme Jahreszeit: Es kommt zu einer raschen Vergärung mit relativ kurzer Gärdauer. Sauerkirschweine gehören zu den wenigen Weinen, die sich ohne Hilfsmittel selbst klären.


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